Donnerstag, 11. Juli 2019
Einleitung
Beim täglichen Lesen der aktuellen Nachrichten fällt auf, dass auch im 21. Jahrhundert Religion noch immer im menschlichen Handeln und Agieren allgegenwärtig ist. Auch wenn in den westlichen Industrienationen seit Jahren eine Abkehr von den christlichen Kirchen zu beobachten ist, spielt der Glaube in anderen Kulturkreisen weiterhin eine wichtige Rolle. Das Phänomen Glaube lässt sich sicherlich nicht eindimensional betrachten.
Betrachtet man das Phänomen Glaube neutral und unbeteiligt, so ist es schon amüsant, dass ein doch erheblicher Anteil der menschlichen Spezies einem der drei monotheistischen Hirngespinste frönt, die ihren Ausgang aus den mehr als 3.000 Jahre alten Überlegungen, Phantasien, Halluzinationen oder auch Machtbestrebungen eines inzuchtbelasteten und mental beeinträchtigten Pharaos nahmen, der der damals vorherrschenden Vielgötterei ein Ende machen wollte und ein monotheistisches Gottesbild schuf.
Diesem Monotheismus entsprang letztlich der Abrahamismus, welcher aus heutiger Sicht ein überflüssiger Anachronismus aus dem Zeitalter der Antike ist.

Die Fähigkeit des menschlichen Gehirns zu glauben ist als eine neurologische Funktion zu betrachten und an die Integrität bestimmter Hirnregionen und neuronaler Strukturen geknüpft. Zahlreiche Einzelfallstudien berichten von gläubigen Patienten, die nach unfall- oder krankheitsbedingter Zerstörung jener Strukturen zum Atheisten geworden sind. Aus evolutionsgenetischer Sicht erfüllt die neurologische Fähigkeit "Glaube" sicherlich mehrere Funktionen, die zum Erhalt der Spezies und zum Selbsterhalt beigetragen haben. In erster Linie dürfte diese Funktion zur Spannungs- und Angstabfuhr beigetragen haben, um Umstände, die für das menschliche Hirn nicht begreifbar und gleichzeitig angsteinflößend sind, verarbeiten und regulieren zu können. Siegmund Freund bezeichnete Gott in dem Zusammenhang mit der Angstregulation als allmächtige Vaterfigur, die Schutz und Fürsorge versprach.
Leider hat sich ein Teil der menschlichen Spezies das Phänomen Glaube schnell zu Nutze gemacht, indem Religion bzw. Religiosität instrumentalisiert wurde, um mit dem Mittel der Angst Macht auszuüben.
Für den Ungebildeten ist Religion Wahrheit, für den Gebildeten ist sie Lüge und für den Machthungrigen ist sie nützlich.

Über die prinzipielle Existenz und Beschaffenheit von „etwas Göttlichem“ lässt sich durchaus diskutieren. Das anthropomorphe Gottesbild der Weltkirchen hingegen ist aber lediglich eine primitive kindliche Vorstellung, schlichtweg der Versuch des menschlichen Gehirns, zu fassen, was ihm nicht fassbar ist, und hat mit der eigentlichen Singularität nichts zu tun.
Die „Existenz“ einer Singularität/eines sogenannten übergeordneten "Bewusstseins" (Gott, wenn man so will) ist allein schon aus physikalischen Gründen zwingend notwendig, da nichts aus sich selbst heraus in Bewegung gesetzt wird. Es gibt kein Perpetuum Mobile. Ex nihilo nihil.
Insofern scheint das pantheistische Gottesbild das realistischste zu sein.

In diesem Blog möchte ich auf die verschiedenen Aspekte meiner Theorie eingehen und darstellen, weshalb aus naturwissenschaftlicher Sicht das monotheistische Bild der Weltreligionen nicht mehr tragbar ist.

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